Anke Feuchtenberger präsentiert GENOSSIN KUCKUCK am 5.3.
Anke Feuchtenberger ist die Grande Dame des deutschsprachigen Autor:innencomics. Mit ihrer Trilogie um Die Hure H, die sie in Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin Katrin de Vries schuf, legte sie den Grundstein für ein Verständnis von Comics als radikal persönliches Ausdrucksmittel im deutschen Sprachraum. Ihr höchst einflußreiches Schaffen ist sui generis und für alle Lesenden, die ein tiefergehendes Interesse am Prinzip Bildgeschichte – jenseits kommerziell etablierter Formeln diverser Genres – haben, unausweichlich.
Neben ihrem vielfältigen grafischen Schaffen ist Anke Feuchtenberger auch die Gründerin des Mami-Verlags. Die Stadt „Hamburg wurde durch das Wirken Feuchtenbergers als Professorin für Graphische Erzählung und Zeichnen an der dortigen Hochschule für Angewandte Wissenschaften laut FAZ zum Zentrum der deutschen Comicszene.“ (aus Wikipedia)
Am 5.3. präsentiert die Ausnahmekünstlerin ihr Opus Magnum Genossin Kuckuck mit einer Lesung in der PICTOPIA Comicbuchhandlung. „Genossin Kuckuck“ ist dabei der erste Comic überhaupt, der je für den Preis der Leipziger Buchmesse für Belletristik nominiert wurde.
„Genossin Kuckuck“ von Anke Feuchtenberger, Verlag: Reprodukt
448 Seiten mit goldenem Farbschnitt, Schwarzweiss
Gebunden mit Glanzprägung und Lesebändchen
ISBN: 9783956403460
€ 45,30,-
„Kerstin kommt zu spät: Ihre Großmutter ist bereits beerdigt und das Fotoalbum, welches ihr versprochen wurde, ist nicht zu finden. Sie kommt nicht mehr weg aus der alten Dorfschule, in der ihre Großmutter Russischlehrerin war und in der sie aufwuchs. Kerstin wird von Effi heimgesucht, der sie noch die Einlösung eines Schwurs schuldig ist und Sternemann&Greiff, die – mit Rachegedanken ins Dorf zurückgekehrt – erfahren, wer sie damals wirklich ins Heim gebracht hat.
Dem Buch sei eine Warnung vorangestellt: Es wird gefressen, sich vermehrt, zersetzt, geschlagen und Plasma gesungen. Niemand entkommt der rasenden Gewalt des veteranischen Wesens. Hermaphroditen, Kannibalen, Geschöpfe, die weder Tier noch Pflanze sind, gehen im Taumel der blütenlosen Hochzeit sofort in andere Formen des organischen Lebens über.
„Genossin Kuckuck“ ist eine fantastische und zugleich autobiografische Bilderzählung, die den Bogen über eine Kindheit im Dorf Pritschitanow der 1960er Jahre bis zur Privatisierung von Volkseigentum in den 1990ern spannt. Anke Feuchtenberger hat unter dem Arbeitstitel „Ein deutsches Tier im deutschen Wald“ über ein Jahrzehnt an dieser Geschichte gearbeitet.“
Anke Feuchtenbergers Arbeit ist so vielschichtig, komplex und weitläufig, und dabei so zutiefst persönlich und intim, dass es schwerfällt, diese zu beschreiben. Erste Assoziationen sind: GROSS und TIEF. Und SCHWER.
Genossin Kuckuck erzählt unter anderen eine autofiktionale Kindheit in der DDR nach. So lokal begrenzt, konkret fassbar und individuell festgemacht diese Aussage vielleicht klingen mag, so universell gültig, losgelöst und in höchstem Maße traum-logisch ist die Art und Weise, wie diese Kindheit hier erzäht wird. Diverse Handlungsstränge fließen durch diese assoziativ poetische Graphic Novel, welche auch in jeweils unterschiedlichen grafischen Techniken realisiert werden.
Anke Feuchtenbergers Bildliteratur ist kunstfertig über alle Maßen und bedient sich insbedondere in Genossin Kuckuck einer intensiven, intuitiven Naturmetaphorik. Mit ihrer verwendeten Symbolik gelingt es ihr, eine genuine Bildersprache der Seele zu erzeugen. So rätselhaft, hermetisch und mystisch das auf den ersten Blick hin scheinen mag, so zum Eintauchen einladend und einzigartig schön ist die Ästhetik ihrer gezeichneten Seiten einerseits und so bestimmend die Sogwirkung ihrer grafischen Erzählweise andererseits: Comic-Magie auf höchstem Niveau.
Zur weiteren Expolartion der vielfältig immersiven Lesemöglichkeiten von Genossin Kuckuck sei die Lektüre von Martin Reiterers kluger Besprechung für die Tageszeitung Der Standard empfohlen.
Am Mittwoch den 5.3. präsentiert Anke Feuchtenberger ihre große Graphic Novel Genossin Kuckuck mit einer beamer-unterstützten Comiclesung und einem moderierten Künstleringespräch gefolgt von einer Signierstunde.
WANN UND WO:
Mittwoch 5.3. um 18:30 Uhr in PICTOPIA
Liechtensteinstr. 64, 1090 Wien
DO NOT MISS THIS – I repeat: Do not miss this FOR THE WORLD.
(Anke Feuchtenberger im Literaturhaus Wien mit einem signierten Exemplar von Mikael Ross´ TOTEM)
Für alle Personen, die am 5.3. jedoch verhindert sind und nicht zu unserer Graphic Novel-Lesung kommen können, gibt es eine Signieraktion zum Vorbestellen:
Anke Feuchtenberger signiert alle ihre Bücher für die Kund:innen von PICTOPIA.
Wer bis spätestens Dienstag dem 4.3. ein Buch von Anke Feuchtenberger zur Signatur vorbestellt, bekommt dieses ebenfalls von der Autorin signiert, persönlich gewidmet und bezeichnet:
Die Hure H (Gesamtausgabe) von Katrin de Vries und Anke Feuchtenberger, Verlag: Reprodukt
Seitenanzahl: 256, Schwarzweiss, Gebunden
€ 40,10,-
von Anke Feuchtenberger
Verlag: Reprodukt
Seitenanzahl: 64
Schwarzweiss
Gebunden
€ 20,60,-
Somnambule von Anke Feuchtenberger, Verlag: Reprodukt
Seitenanzahl: 120, Schwarzweiss, Klappenbroschur
€ 18,50,-
Die Spaziergängerin von Anke Feuchtenberger, Verlag: Reprodukt
Seitenanzahl: 80, In Farbe, Gebunden
€ 20,60,-
Bei den „Bestellhinweisen“ im Online-Shop könnt Ihr auch angeben, auf welchen Namen ein Buch gewidmet werden soll, falls es als Geschenk gedacht ist.
Stammkund*innen können natürlich auch telefonisch +436769300789 , via E-Mail office@pictopia.at als auch über Facebook @pictopiacomics und Instagram @pictopia_comics zur Abholung bei uns im Laden bestellen.
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